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24.12.2013 Hallo ihr Alleda,

nie hätte ich gedacht, dass der Orden des "Pfennigs am Band", der mir 2008 verliehen wurde, mich eines Tages dazu verpflichten würde, die Aufgaben der Vorsitzenden zu übernehmen!
Sie liegen seit Tagen im Bett, fiebern vor sich hin, brabbeln von Kunst und Politik und waschen tun sie sich auch nicht. Mir stinkt 's im wahrsten Sinne des Wortes! Ich haue ab! Aber wohin? Ins Museum wie die anderen Mitspieler? NEE, dahin wollte ich nun nicht wirklich nicht... Neee! Naja, vielleicht fällt Euch ja was ein. Ich bin jedenfalls am 1. Januar um 15 Uhr am Pfennigdenkmal, da vorm Bretterzaun am Anlagenring, Richtung Taunusstrasse! Das Denkmal liegt ja mitten in der Baustelle und ist abgesperrt, immer noch, genauso wie letztes Jahr. Da pfiff der erste Vorsitzende schon auf dem letzten Loch... jetzt baut auch noch der 2. ab. Was eine schöne Bescherung! Und das am Heiligen Abend!
Ach, Papperlapapp! Euch fällt schon was ein bis zum ersten Januar. Ich lege mich bis dahin in meine Kiste und mache einfach mit bei der Krise.

Schönes Klingelingeling
Euer Kasper

P.S. Redeanfang vom 2. Vorsitzenden Kutscher:

Sehr geehrte Alt- und Jungaktionäre der G.V.I.P. heute EUROPAN A.G.
liebe Europaner, meine Damen und Herren

Nein,
ich will mich nicht über die betrügerischen Absprachen beim Libor, bei Wechselkursen oder Goldpreis beklagen, auch nicht über einen schlecht versteckten Barolo von 2001.
Der Ruf aller Banker ist sowieso schon ruiniert. Boniexzesse und Spekulationen mögen munter weitergehen, der Euro zuverlässig eine Währung auf Be-Währung bleiben.
Muttis freundlich ausgehorchtes Handy, die Schnüffelei in unseren privaten Angelegenheiten interessieren nicht - das kommt in den besten Familien vor!
Jaah, Hurra, endlich:
wir leben bequem in unserer Pig - Brother - Box!

Ihnen ist sicher nicht unbekannt, dass wir seit Gründungszeiten eine grosse Liebe zur Kunst haben. Nun sind kürzlich wieder Papiere aufgetaucht, die ...

1.1.2013 Reden am Pfennigdenkmal (01.01.2013, 15 Uhr)

Verehrte Aktionäre der GVEIP A.G., liebe Jungaktionäre und Freunde des EUROPAN,

der 01. Januar 2013 ist der erste Tag des "zweitausend- und- jetzt- schlägts- dreizehn- Jahres". Zwar zählt man kontinuierlich immer weiter, in der Illusion, alles führe auch stets weiter, aber vermutlich ist das eine beschränkte Sichtweise. Die Erde dreht sich, die Tages- und Jahreszeiten kommen immer wieder. Die Uhr geht rund und rund läuft auch der EUROPAN... So wiederholen sich auch die Krisen, Dummheiten, Zusammenbrüche und unser schnelles Vergessen, als könne man aus Fehlern nichts lernen. Seit 2008 wird in unseren Banken weitergemacht, als sei nichts geschehen. Jetzt schlägt es dreizehn, doch die ungerechtfertigten Boni werden weiterverteilt, der gesellschaftliche Zusammenhalt und Frieden durch schamlose Umverteilung weiter zerstört.

Liebe Pfennigfuchser,
2012 liegt hinter uns. Gerade noch feierten wir unser zehnjähriges Jubiläum, zehn Jahre EUROPAN. Nicht weit von hier stand damals ein zitterndes, seltsames Wesen auf der Wiese vor der EZB, gerade so als sei es aus dem Zoo entflohen. Es hiess "Okapi Frankfurt" oder so ähnlich. Jedenfalls floss unsere Kollekte damals direkt in seine Unterstützung So hielt sich dieses exotische Wesen im Anlagering, wie die zahlreichen Karnickel, litt aber an der Kälte, erreichte ausgezehrt den Frühling und – verschwand. Solche wunderbaren Erscheinungen sind selten und gehen meist bedeutenden Ereignissen voraus.
Doch nicht nur das Auftauchen dieses Wesens war ungewöhnlich im letzten Jahr. Auch der Zustand eines schlecht zusammengebauten Narrenschiffes mit Namen EUROPA, auf dem wir seit längerem umhertreiben. Auf ihm bewundern wir die Zauberer von der EZB, die mit ihrer Magie und stets wachsenden Geldmenge versuchen, die immer größer werdenden Löcher im Rumpf zu stopfen, damit unser Kahn nicht absäuft. Erinnern wir auch uns an das prächtige Trugbild der auf Deck und unter Deck wirkenden, feinen Deutschbänker und ähnlich ehrenwerter Gesellen: Und wie sie die Staaten (Libormanipulationen), den Fiskus (Steuerkarussell im Emissionshandel), andere Banken (SachsenLB), die eigenen Kunden auf Teufel komm raus betrogen haben sollen, frei nach der Devise: "Rauben und Raffen, ihr Geld in unsere Taschen!"
In Amerika sind sie 2010 wegen "kriminellem Fehlverhalten" zu 500 Millionen Dollar verurteilt worden. Weitere Verurteilungen (Kirch) sind schon erfolgt und zu erwarten. Es ist kein Ende der Prozesse in Sicht. Ja, so etwas kommt heraus, wenn einst angesehene, von uns angestellte Bibliothekare zu Selbstständigen werden, wenn sie sich als Autoren und Urheber verstehen, die nichts Konkretes erzeugen, außer undurchsichtigen Finanzpaketen und Vertrauensverlusten, dabei immer dickere Buchgeldbücher schreiben, die in ihren Tresorregalen unter der Last der billiger Billionen bald zusammenbrechen müssen.

Liebe Europaner, wer ist eigentlich der Kapitän auf unserem Schiff? Was für ein absurdes Selbstverständnis herrscht, wenn der zweite Vorsitzende einer Bank den Ministerpräsidenten, also die Exekutive anruft, um sich über die Judikative zu beschweren, die gerade in seiner Firma die Unterlagen über den Betrug sichert. Bananenrepublik? Hallo! Wo sind wir denn?
Na, auf einem Narrenschiff!!!Und wir (immerhin) zwei Vorsitzenden unserer Gesellschaft hören erheitert und ergriffen dem begleitenden Gesang der Presse und des Politchores zu.
Vor Jahren behauptete ich, dass die "Deutsche Bank" den Begriff "Deutsche" zu Unrecht trägt. Sie internationalisiert und rationalisiert so, dass nichts von dem, auf das ich als deutscher Pfennigfuchser eventuell stolz sein könnte, an ihr als deutscher Wert erkennbar ist. Man sollte sie daher banal nur Bank nennen und sie mit einem Schild versehen: Vorsicht! Frisch gestrichen! Doch das reicht nicht, denn unter dem Anstrich ist sie genauso reparaturbedürftig wie die meisten anderen. Aber auf mich hört ja keiner.
Unsere Glaubwürdigkeit ist zwar groß, unser EUROPAN stabiler als der Euro, doch selbst bei uns hat es im letzten Jahr nicht so geklappt, wie geplant. Dennoch schauen wir hoffnungsvoll unter www.geldhaus.eu in unseren virtuellen EUROPAN TOWERN auf ein neues Zeitalter.
Weder ist zwar in Afrika ein Pfennigmemorial hinzugetreten - ein Buschbrand suchte die Farm heim -, noch sind die Stockwerke in unseren neuen Towern voll belegt oder in einem zufrieden stellenden Maße eingerichtet und vermietet, obwohl einige attraktive Stockwerke hinzugekommen sind und sich der Besuch des historischen Stammhauses hinter dem Empfangstresen allemal lohnt.


Aber wir arbeiten an einem umfangreichen Trickfilm und einer zusätzlichen Ausstellung zum Thema: Geld und Kunst.


Und besonders erfreulich ist: es gibt seit Kurzem und ganzjährig beim Reformhaus FREYA die neuen, frisch gefüllten EUROPAN-Tassen!








Mit den G8-Grüssen zum Neuen Jahr