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5.5.2017 knusper, knusper, knäuschen ...

Ausstellungseröffnung im Kunstverein Bad Nauheim, Galerie in der Trinkkuranlage
Einführungsreden: Vollrad (1. Vorsitzender) Kutscher (2. Vorsitzender der Gesellschaft zur Verwertung und Erhaltung der Idee des Pfennigs heute EUROPAN A.G.)
Beschwerden: Kasper

Künstlergespräch (Moderation Christian Thiel) am Sonntag, 21. Mai 2017, 15:00 Uhr in der Galerie.
Ausstellungsdauer: 6. Mai bis 5. Juni 2017.
Öffnungszeiten: Di – Fr 14-18:00 Uhr, Sa/So/Feiertag 11-18:00 Uhr.

» Video-Trailer zur Ausstellung




1.1.2017 15:00 Uhr, die Rede der Vorsitzenden am Pfennigdenkmal in Frankfurt:

2. Vorsitzender Kutscher:

Liebe Freunde des EUROPAN,
verehrte Hunde- und Katzenbesitzer und alle, die ihr einen Vogel habt, mit und ohne Grippe, innerhalb oder ausserhalb Europas, liebe Aktionäre und vermehrte Verehrer der Idee des Pfennigs, meine Damen und Herren, als zweiter Vorsitzender begrüsse ich Sie alle sowie unseren ersten Vorsitzenden Vollrad und Kasper.
Unser lieber, lieber Kasper, der Du von uns schändlich vernachlässigst, zwei Jahre in Dunkelhaft im Lager verbracht hast, vermisst, gesucht, wieder vergessen in einer der untersten dunklen Kiste dort schließlich wiedergefunden wurdest, der Du Dir die Finger abgeknabbert hast, weil Du ja nichts zu essen hattest, als scheinttot obduziert und dank EUROPAN glücklich wiedererweckt wurdest und jetzt frische Finger von uns gemacht bekamst.
Zu Beginn unserer jährlichen Zusammenkunft am Pfennigdenkmal wollen wir gemeinsam das Lied anstimmen:

Pfennig Ade´, Scheiden tut weh,
aber der Europan macht,
dass uns das Herze lacht,
Pfennig adé, Scheiden tut weh.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
die schlechte Nachricht zuerst: noch hält der Glaube an den Euro die Völker Europas zusammen, doch allgemein verbreitetes Bauchgrimmen und -reden sowie die Mode einer intensivierten Nabelschau lassen die Köpfe der Tröpfe hängen.
Schlecht verdaute Nachrichten verbreiten faulige Gerüchte und lassen den Zusammenhalt schwinden. Es stinkt zum Himmel. Die Geschichte einer langen Friedenszeit in Europa könnte vor ihrem Ende stehen.
Die Reichen werden immer reicher, die meisten Politiker steuern nicht mit entsprechenden Gesetzen dagegen, sie trumpen sogar damit auf, wie effektiv sie selbst den Staat um die Steuern entwinden, in den Boni-Banken bereichern sich die Vorstände weiter, Konzerne betrügen ihre Kunden schamlos, Steuern zahlen nur wir Dummen, wir Schlafmützen, wir Kleinen.
Kein Wunder dass sich das Wahlvolk überall allmählich – tschuldigung – verarscht vorkommt und wütend reagiert. Die Briten verinseln, das Ende des Euro droht.

Ah, Kasper will uns sein neues Gedicht vortragen!

Kasper:

Wie war es doch bei uns vordem
mit Amerikanern so bequem!
Denn man war faul und legte sich
hin auf die Bank und pflegte sich:
Da kamen die Amis und eh man's gedacht
war jedes Problem von ihnen bedacht.
Sie zahlten und drohten,
beschützten und lobten,
sie hielten den Kopf hin
und lehrten Freiheitssinn
sprachen von Gleichheit,
Gewinn und Menschlichkeit
und als vorbildliche Demokraten
bekämpften sie den Nazibraten.
Doch ihre eigenen Oligarchen
versetzten sie jüngst in tiefes Schnarchen.
Jetzt sind sie bedroht von grossem Leid
Und hundert Jahren Einsamkeit.
Wir können nicht wie einsten ruhn',
Nun müssen wir alles selber tun!

Wenn man bedenkt, dass er nur einen Hohlkopf hat... großartig, Applaus für unseren Kasper!

Liebe Freunde, heute möchte ich einen grossen Bogen spannen:
es brauchte tausende Jahre bis zur Erfindung des runden Rades (ca. 3500 v Chr.) wieder tausende bis zur Erfindung des Geldes d.h. der runden Münze (ca. 650 v. Chr.) und noch einmal einige tausend Jahre bis zur Erfindung unseres runden EUROPAN. Fortschritt und Münze hatten immer schon zwei Seiten und es ist nicht einfach, dass die Dinge auch rund laufen:
So diente Rindertalg (Unschlitt) anfangs der Schmierung des runden Rades , genauer seiner Radachse bis die Entdeckung des Erdpechs aus Mesopotamien (Erdöl/Bitumen aus Irak/Syrien) bei der effektiven, römischen Armee diese Funktion übernahm (ca. 200 v. Chr.). Sie nutzte es auch für ihr „griechisches Feuer“ bei Seegefechten. Pech wurde so zum Segen und Fluch bis in unsere aktuelle Gegenwart.
Geld und die runden Münzen sind ebenfalls eine tolle Erfindung der Vergangenheit und bis heute ein hervorragender Schmierstoff. D.h. je besser ein Gut die Geldfunktion erfüllt, also den Tausch von Gütern und Dienstleistungen sowie der Aufnahme und Tilgung von Schulden dient, desto eher wird es auch als Geld verstanden und eingesetzt. Zum Beispiel Kunst in Form von Flachware, unser Thema seit 1970.
Verbinden sich aber solche Schmierstoffe kann es zur Dragödie kommen!
Die EZB pumpt z.B. unbegrenzt ihren Schmierstoff Geld in das Räderwerk der Finanzindustrie, ohne dass es in der Realwirtschaft ankäme oder zu entsprechenden politischen Reformen führte. Es entstehen zunehmende Spannungen und Ungleichgewichte im Motor und Getriebe unserer Gesellschaft. Uns droht der europäische Kolbenfresser. Das „griechische Feuer“ bedroht Rom und das Pech bleibt leider an uns kleinen Sparern kleben, es knirscht es an allen Ecken, nichts läuft mehr reibungslos und rund. Doch in der Not wächst das Rettende auch!
Mögen Penisten ihre Erektion bewundern, Ungarn ihren Staat orbanisieren, andere herumwildern, die Grillen in der italienischen Nacht ihre gerade mal fünf Sterne anzirpen, wir haben die gute Nachricht: am Ende der Schmiermittel steht nämlich das Lebensmittel.
Uns wurde 2002 der EUROPAN geboren!
Diese geniale Verbindung aus Kunst und Geld und trägt sogar acht Punkte: Genuss, Gleichheit, Geduld, Gelassenheit, Glück, Gradlinigkeit, Gesundheit, Grosszügigkeit, sowie im Mittelpunkt den Kreis und der steht für die Liebe!
Dank seiner Ingredienzien aus den ursprünglichen Euroländern steht er für die bessere Zukunft Europas, denn wo EUROPAN drauf steht ist auch EUROPAN drin. Er ist harmonisch zusammengesetzt, geschmackvoll, ökologisch, nahrhaft und seit seiner parallelen Einführung zum Euro - dem 1995 das Pan verwehrt wurde - rund und stabil.

Daher lasst uns gemeinsam das Lied anstimmen:
Oh EUROPAN, Oh EUROPAN,
wie schön sind deine Punkte.
Dich gibt’s nicht nur zur Winterzeit,
nein auch im Sommer, wenn es schneit
Oh EUROPAN, Oh EUROPAN,
wie schön sind deine Punkte!

Kasper:
Hallo ihr Alledas,
ich Kasper, Träger des Pfennigs am Band, habe zwei Jahre Lagerhaft hinter mir, aber wie ihr seht bin ich so leicht nicht tot zu kriegen und ins Museum will ich auch nicht, wie es meinen Mitspielern passierte. Die werden 2017 im Historischen Museum ihren Auftritt haben, aber sie kommen da nie mehr raus! Ich aber bin noch frei, erst 47 Jahre alt und ich habe noch soooo viel vor mir!!
Zum Beispiel will ich mit nach Chile!!! Und zwar bald! Wenn dort auf dem letzten Kontinent der letzte Meßpunkt - unser Pfennigdenkmal- verankert ist, kann endlich die Einmessung und Reaktion auf die globalen Kapitalströme beginnen. Außerdem hatte ich gerade wieder eine Hauptrolle im Stück: „Kasper scheinttot“. Es wird bald auch im Kaspertheater der EUROPANTOWER aufgeführt. (www.Geldhaus.eu)

1. Vorsitzender Vollrad:


Meine Damen und Herren Aktionäre,
ich möchte Sie zum Schluss über den erfreulichen Großauftritt unserer ehrenwerten Gesellschaft bei „Knusper, knusper, knäuschen“ im Mai 2017 im Kunstverein Bad Nauheim informieren.
In der Ausstellung wird unsere gesammelte Geschichte seit 1970 in allen Räumen ausgebreitet.
Die EUROPANTOWER werden oben auf einem neuen Hexenhäuschen thronen,
im Kinoraum daneben wird der neue Film „Moneta“ aufgeführt, begleitet von den Gebrüdern Grimm und anderen Märchenerzählern als „Leuchtenden Vorbildern“.
Er erzählt die Geschichte einer Münze und das Projekt „Pfennigdenkmal“ wird in seiner interkontinentalen Ausbreitung in einem eigenen Raum präsentiert.

Liebe Freunde,
Wir knuspern unseren EUROPAN, das Jahr fängt fröhlich für uns an.

In diesem Sinne allen ein glückliches und gesundes Jahr 2017, Prost und Kollekte!
Als Kollekte wurde eingesammelt:
1 Wertmarke „Gut für einen Schoppen Frankfurter Stöffche, im Historix“, Ausstellung zum Euro 12.11.2001 bis 17.2.2002 – "12 werden eins" Eurozeichen
1Euro Jackpot Quicktipp von 05.07.2013
Ein Tütchen mit
      2 Pfennigen von 1971
      3 Pfennigen von 1979
      3 Pfennigen von 1982
      2 Pfennigen von 1983
      3 Pfennigen von 1984
      3 Pfennigen von 1984
      3 Pfennigen von 1985 (gestiftet von dem Sammlerehepaar Gärtner)
1 Parfümglasröhrchen Boss aus UK
ein gelber Löwe mit gelbem Zahnkranz
1 Zweimarkstück, Deutsches Reich, 1901, mit Friedrich I. ( Lorbeer) WilhelmII (Pickelhaube)
1 1000 Lirestück, Italien, 1997, mit falscher innerdeutscher Grenze (ähnelt dem 2 Eurostück)
1 roter Plastikchip, Museum Giersch der Goethe Universität
3   1-Rupee, Indien, 2013, 2016, 2016
4   2-Rupees, Indien, 2012, 2013, 2016, 2016
1   5- Rupees, Indien, 2000
2   5- Rupees, Indien, 2010, 2016
7   2-Eurostücke, 5 mit Adler, 1 mit Dante, 1 mit Baum, Liberté, Egalité, Fraternité
3   1-Eurostücke, 2 mit Adler, 1 mit Harfe, Eire
1   20-Centstück, Niederlande
2   10-Centstücke, Brandenburger Tor, Porträt des griechischen Dichters Rigas Velestinlis-Fereos
11 1-Centstücke,10 mit deutschem Eichenblatt, 1 mit Kathedrale Santiago von Compostella, Spanien